Achtsamkeit

Wir alle kennen diese Momenten in denen wir von unseren Gedanken beinahe erdrückt werden.

Normalerweise ist dies der Fall, wenn wir und schlecht fühlen, wenn wir wütend oder eifersüchtig sind.

Unangenehm wird dieses Zuviel an Gedanken auch wenn wir Entscheidungen treffen müssen. Jeder Gedanke schreit in der Lautstärke eines Nebelhorns, deshalb verlieren wir den Draht zu uns selber und hören unsere eigene tiefliegende Stimme nicht mehr.

So kämpfen wir gegen diese unzähmbare Konversation in unserem Kopf an und hoffen, dass der Sturm schnellstmöglich vorüberzieht.

 


Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen.
-Jon Kabat-Zinn

Doch solange wir «gegen» etwas sind, liegt die Aufmerksamkeit ständig auf dem, was wir nicht wollen. Sind wir hingegen für dessen Gegenteil, werden wir viel mehr Erfolg haben.

Wenn wir uns gestört fühlen, weil jemand wütend wird, und wir darauf auch wütend werden, können wir das Problem nicht lösen. Versuchen wir es hingegen mit Verständnis und Rücksicht, stehen die Chance deutlich besser, die Wut zu eliminieren.

 

Nun ist es leider so, dass unsere automatisierten Denk- und Verhaltensmuster darauf ausgerichtet sind, Leid zu vermeiden, also zu bekämpfen. Weshalb das nun wirklich ein Problem darstellt, und wie wir es lösen können, erläutere ich anhand eines Beispiels aus meiner Jugend:

 

In jungen Jahren fühlte ich mich oft sehr unsicher. Irgendwann sah ich ein, das mich diese Unsicherheit in allen Bereichen meines Lebens einschränkte, mich hinderte glücklich zu sein und mich wohl zu fühlen. Und so begann ich meinen Kampf gegen die Unsicherheit. Ich beschloss: “Ich möchte nicht mehr unsicher sein”. Doch egal was geschah, überall fand ich diese Unsicherheit wieder. Und sobald ich sie wahrnehmen konnte, wollte ich sie loshaben – folglich wurde sie nur stärker. Insgesamt wurde ich durch diesen, objektiv betrachtet doch positiven Entscheid, nur unzufriedener. Als ich mich dann der Meditation zuwendete, verstand ich schnell, worin mein Fehler lag.
Gefühle verhalten sich wie Luftblasen unter Wasser. Wir sehen, respektive fühlen sie, doch sobald sie die Oberfläche erreicht haben, lösen sie sich auf. Versucht man die Luftblasen unter Wasser aufzuhalten, bleiben sie beständig. Kommt dann noch mehr Luft hinzu, werden sie grösser, bis man sie letztendlich nicht mehr halten kann.

Wie lassen wir nun unsere negativen Gefühle an die “Oberfläche” damit sie verschwinden?

Indem wir sie wahrnehmen, sie akzeptieren und vor allem: Nicht bekämpfen. Wir müssen ihnen vertrauen und geduldig gegenüberstehen. Indem wir nicht darüber urteilen, sie also weder als gut noch als schlecht abzustempeln. Und indem wir vorgefasste Ideen und Vorstellung wie wir oder die Welt sein sollte loslassen.

Nun ist uns allen klar das dies nicht so einfach ist. Es bedarf an Übung, Gefühle und Gedanken zuzulassen, ohne darunter zu leiden. Wir lernen es, indem wir Geistesruhe trainieren. In anderen Worten: Durch Achtsamkeitsmeditation.

 

Achte einfach auf den jetzigen Moment, ohne zu versuchen, ihn auf irgendeine Weise zu verändern. Was passiert? Was fühlst du? Was siehst du? Was hörst du?
-Jon Kabat-Zinn

Genau genommen ist es aber nicht unser Ziel, diese Eigenschaften zu stärken. Denn im Kern sind wir bereits geduldig. Wir haben Vertrauen, haben keine Mühe zu akzeptieren, und klammern uns auch nicht an unsere Vorstellungen und Ideen.

Es sind verinnerlichte Überzeugungen und Gedankenmuster, welche unsere Wahrnehmung trüben. Diese vorgefassten Meinungen betrachten wir wie selbstverständlich als die Realität, obwohl sie nur sehr selten etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben. So leben wir wie in einem Traum – in einem Gedankenstrudel von mögen und nicht mögen, wollen und nicht wollen. Diese Differenzierung ist verantwortlich für den Verlust der Tugenden. Achtsamkeit handelt vom Erwachen aus diesem Traum. Vom Erkennen unserer schädlichen Gedankenmuster und Überzeugungen. Achtsamkeit bringt uns aus unserem Gedankenstrudel ins Hier und Jetzt.

Ich lernte also meine Unsicherheit zu akzeptieren. Ich erkannte, dass “sie” mir nur helfen wollte. Unsicherheit ist ein Zeichen, dass Unklarheit besteht. Unklarheit gegenüber meinen Zielen, meinem Umfeld oder gegenüber mir selbst. Ich lernte das Gefühl fühlen, ohne es abzuwehren oder zu unterdrücken. Ich liess die “Luftblasen” an die Oberfläche, und fand so mehr Klahrheit, welche meine Gefühle der Unsicherheit nach und nach verringerte.

Anleitung Achtsamkeitsmeditation

How to Start

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(kommt bald..)

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