Achtsamkeits- Meditation

Der Kern der Übung besteht darin seinem Atem zu folgen. Wir fühlen den natürlichen Fluss des ein- und ausatmen, ohne etwas daran zu ändern. Dafür fühlen wir den Luftstrom in den Nasenlöchern, im Rachen, oder einfach wie sich unsere Bauchdecke hebt- und wieder senkt.
Nach kurzer Zeit werden wir abschweifen. Unser Geist langweilt sich schnell und füllt den Raum mit Gedanken.

Im Weiteren geht es darum zu erkennen, dass wir abgeschweift sind um dann friedlich zum Atem zurückzukehren.
Sei nicht enttäuscht, wenn du lange Zeit nicht bemerkst, dass du dich nicht mehr auf den Atem konzentrierst. Es gehört zum natürlichen Prozess der Meditation, zu erkennen wie verwirrt und ablenkend unser Geist sein kann.

Sei dir auch bewusst, dass es normal ist, Gefühle wie Freude und Glückseligkeit, aber auch der Wut und Trauer, zu durchleben. Schreibe ihnen keine zu grosse Bedeutung zu. Beobachte kurz die Gedanken welche sie auslösen. Versuche den Moment, so wie er ist, bestmöglich zu akzeptieren und kehre zum Atem zurück.

 

Wie weiter?

Die Wirkung der Achtsamkeit ergibt sich aus der Energie der Neugier und der Offenheit. Dem Wissensdrang gegenüber dem vollen Spektrum des menschlichen Seins. Wir wollen wissen wie unser Geist tickt, wollen wissen, was ihn unruhig macht und herausfinden, was ihm Frieden bringt. Der Atem ist das Werkzeug mit dem wir arbeiten. Wie ein Anker bringt er uns immer wieder zurück zum Moment. Er schreibt uns aber nicht vor, dass wir nur ihm folgen müssen! Wohin springen meine Gedanken? Warum habe ich jetzt ein solches Bedürfnis? Weshalb halte ich an dieser Idee fest?
Es ist unerlässlich sich mit solchen Fragen auseinander zu setzten. Doch ist es nicht immer so wichtig, diese auch beantworten zu können. Auf mache Fragen gibt es vielleicht einfach keine Antwort.

 

Zusammenfassung:

Versuche Zeit zu finden, in der du nichts tust. Du versuchst nicht krampfhaft deinem Atem zu folgen, du beobachtest ihn einfach. Du versuchst nicht, anders zu fühlen als du es tust. Du sagst nicht einmal: Ich meditiere jetzt. Du erlaubst dir einfach zu sein – im Hier und Jetzt, so wie du bist.

 

 

Gefühle habe nichts mit Logik zu tun. Es bringt uns wenig, dauernd über sie nachzudenken.

Du merkst:
In der Achtsamkeitsmeditation verfolgen wir zwar ein Ziel, müssen es aber nicht erreichen. Wir wollen verstehen, geben uns aber auch mit Ahnungslosigkeit zufrieden. Wir wollen Klarheit, akzeptieren aber Verwirrtheit. Wir suchen die Freude, bekämpfen aber nicht die Wut.


Aus diesem Blickwinkel sehen wir, dass es nicht darum geht, dass wir irgendwie “besser” werden. Es ist vergebens sich selbst besser machen zu wollen. Wir brauchen uns nicht irgendwelche «nützliche» Eigenschaften anzueignen. Denn wir tragen bereits alles in uns, was wir uns wünschen. So wie ein Baum nicht einfach ein verbessertes Samenkorn ist. Achtsamkeit verändert unsere Wahrnehmung derartig, dass wir letztendlich nur noch mit Ruhe, Klarheit und

Verständnis in die Welt blicken können.

 

Zu beachten:

Achtsamkeit im Alltag

Regelmässigkeit der Meditation

Ort der Meditation

Wann sollten wir meditieren?

 

Tipps

Konzentrationsschwierigkeiten?

Achtsamkeit liegt sehr nahe an der Konzentration. Unsere Achtsamkeit ist immer nur so gut, wie die Fähigkeit uns konzentrieren zu können. Es ist sehr wertvoll von Zeit zu Zeit unsere Konzentration zu trainieren.
Dies tun wir, indem wir den Fokus nur auf unseren Atem richten. Im Gegensatz zur Achtsamkeit verweilt unsere Aufmerksamkeit nur auf dem Atem – schweifen wir ab, kommen wir direkt zum Atem zurück.

Fällt es uns besonders schwierig konzentriert zu bleiben und verfallen andauernd in Träumerei, hilft es unseren Atem zu zählen. Dafür zählen wir immer auf Zehn und beginnen dann wieder bei eins. Wie wir zählen, also ob wir das ein- und ausatmen als eins zählen, oder beide getrennt, ist uns selbst überlassen.

 

Der Grundsatz:
Alles ist natürlich und richtig. Folglich auch das, was sich unnatürlich und falsch anfühlt.

Probleme:
Da wir bei der Achtsamkeitsmeditation nur wenig wirklich “falsch” machen können, sind die meisten Zweifel an uns oder der Meditation, ein Teil des Lernprozesses und gehören somit zu der Meditation hinzu. Wir müssen begreifen das Meditation nicht eine Technik ist, welche uns immer glücklich macht. Manchmal kämpfen wir mit uns selbst und fühlen uns nach der Meditation vielleicht schlechter als davor. Ich möchte nicht behaupten, dass das so sein muss, jedoch meditieren wir eben um zu lernen wie wir mit solchen Gefühlen umgehen können. Und das zu meistern dauert seine Zeit. Fällt es uns schwer aufgrund der negativen Gefühle, welche von Zeit zu Zeit auftreten, regelmässig zu üben, sollten wir uns vermehrt mit unserer Motivation auseinandersetzten.

Glauben wir, zu wenig Fortschritte zu machen, sollten wir uns vielleicht Gedanken über die Regelmässigkeit oder den Ort der Meditation machen.

 

Wenn du Schwierigkeiten hast welche hier nicht genannt wurden, nutze die Fragen&Antworten Seite. Sicherlich haben erfahrene Meditierende einen Rat für dich.

How to Start

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Hier hast du einen Überblick

(kommt bald..)

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