Körperhaltung/ Sitzhaltung

Meditation ist in den unterschiedlichsten Positionen möglich. Liegend, sitzend, stehend, beim Gehen, sogar beim Putzen kann meditiert werden. Ich empfehle die Körperhaltung den Zielen der Meditation anzupassen. Denn sie wirkt sich entscheidend auf unsere geistige Aktivität aus. Übe ich mich beispielsweise in Achtsamkeit, kann eine liegende Haltung meine Aufmerksamkeit beeinträchtigen, da ich schläfrig werde (muss aber nicht sein!) Um Fortschritte zu erzielen gebe ich daher meine der Meditation entsprechende Empfehlung für die passende Körperhaltung ab. Vergesst aber nicht, dass dies keine fixen Regeln sind, und auch einmal persönlich angepasst oder variiert werden können. Hin und wieder sollten wir auch alternative Körperhaltungen ausprobieren, um neue Erfahrungen zu sammeln.

Meditation im Sitzen:

Üblicherweise wird im Sitzen meditiert. Diese Position lässt sich gut über einen längeren Zeitraum beibehalten. Ist unsere Haltung zu locker, driften wir wahrscheinlich ab und werden schläfrig. Ist die Haltung zu angespannt, kann dies eine innere Unruhe hervorrufen. Optimalerweise wählen wir eine möglichst ausgeglichene Haltung.

Meditationshaltung im Schneidersitz

Eine kleine Anleitung:

  • Lotussitz, halber Lotussitz oder Schneidersitz – je nach Möglichkeit. Schlafen die Beine ein ist ein Sitzkissen empfehlenswert.
  • Die Hände ruhen im Schoss oder auf den Knien. Für die genaue Positionierung der Hände bzw. der Finger gibt es unzählige Möglichkeiten. Die Haltungen stammen meistens aus unterschiedlichen Religionen. Es gibt also keine “richtige” oder “beste” Haltung. Ich empfehle die Hände einfach so zu platzieren wie es sich für dich am besten anfühlt.
  • Die Schultern lassen wir entspannt und ziehen sie ein wenig nach hinten.
  • Der Rücken ist aufrecht. Das Kinn ziehen wir leicht nach innen zur Kehle.
  • Kleiner Tipp vom weltbekannten Meditationslehrer Jon Kabat Zinn: Versuche mit Würde zu sitzen.
  • Die Augen lassen wir geöffnet oder halb geöffnet und blicken gerade aus, tendenziell leicht nach unten.
  • Es kann auch mit geschlossenen Augen meditiert werden. Der Nachteil dabei liegt lediglich in der Konzentration, da uns geschlossene Augen eventuell zu sehr Entspannen.

Kleine Praxistipps:

Leiden wir während dem meditieren unter einem müden, unkonzentrierten Geist, können wir unsere Haltung etwas anspannen. Wir richten uns also einfach etwas stärker auf als sonst. Dazu können wir den Blick nach oben richten.

Sind wir hingegen unruhig und aufgewühlt, entspannen wir unsere Haltung ein wenig und senken den Blick vor uns.
So lässt sich unsere geistige Aktivität entweder wecken oder beruhigen. Denken wir einfach daran unsere Körperhaltung bei Bedarf wieder anzupassen.

 

Meditation im Liegen:

Viele Meditationen können ohne weiteres auch im Liegen praktiziert werden. Die entspannte Körperhaltung kann aber die Konzentration erschweren. Dies lässt sich aber gut trainieren. Geübte wissen wie sie ihren Geist wach und aufmerksam halten.

Für Heil- oder Tiefenmeditationen sind Nacken- und Kniekissen empfehlenswert, da diese unsere Körperspannung zusätzlich verringern.
Die Hände werden so positioniert wie es für dich angenehm ist.
Kleiner Tipp: Lege deine Hände auf den Bauch oder auf deine Brust und fühle welche Auswirkungen du wahrnehmen kannst. Beides sind sehr energetische Regionen!

Meditationshaltung Seitenansicht.

Meditation im Stehen

Bei der Stehmeditation handelt es sich nicht wirklich um eine gängige Meditationsposition. Vielmehr handelt es sich um eine eigenständige Meditation. Sie wird deshalb im Kapitel “Meditationen” ausgeführt.

Meditation im Gehen

Auch die Gehmeditation ist eine eigenständige, häufig praktizierte Meditationart. Diese wird ebenfalls im Kapitel “Meditationen” ausführlich erläutert.

Doch kann das Gehen meditative Zustände unterstützen. So verfalle ich bei Waldspaziergängen oft in sehr kontemplative Zustände. Durch die vielen Reize welche beim Spazieren aufs Gehirn treffen ist es jedoch schwieriger konzentriert zu bleiben. Regelmässige Meditationen für die Geistesruhe erleichtern jedoch das kontemplative Gehen.

Meditation beim Putzen?

Um dies zu verstehen müssen wir uns vor Augen führen: Weshalb meditieren wir?

Nicht etwa, um schnell einen angenehmen Gefühlszustand zu erreichen um dann wieder in den gewohnten Alltag zurückzukehren.
Wir wollen Ruhe, Klarheit und Durchblick möglichst den ganzen Tag aufrecht erhalten.
Dies erfordert das Training – zum Beispiel beim Putzen. Mehr dazu: Achtsamkeits Meditation

 

Lotussitz
halber Lotussitz

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(kommt bald..)

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